Geschichte des Agrarfluges in Kyritz OT Heinrichsfelde

Der Flugplatz Kyritz war ab 1957 ein bedeutender Standort des Agrarfluges in der DDR. Hier war zunächst der Wirtschaftsflug der Deutschen Lufthansa angesiedelt. Daraus wurde später der Betrieb Agrarflug der Interflug mit Flugzeugen der Typen L-60, AN-2, Z-37, M-18 sowie einem Hubschrauber KA-26 der in den damaligen Bezirken Potsdam, Schwerin, Frankfurt/Oder und Cottbus aviochemische Leistungen erbrachte.  Begonnen hat alles mit Flugzeugen aus der damaligen „Tschechoslowakei CSR“ vom Typ L60, genannt Brigadier, die vom Flugplatz Kyritz aus erste Einsätze im Bereich Agrarflug erbrachten.  Die Entwicklung des Agrarfluges in der DDR wurde nach 1971 (VIII Parteitag) gewaltig forciert so daß Ende der 70er Jahre bis 1990 der Betriebsteil Kyritz als größter Betriebsteil für einen Bereich von der Ostsee bis hin zum Bezirk Dresden zuständig war.  125 Mitarbeiter waren hier beschäftigt und 85 Flugzeuge im Einsatz.  Nach der „Wende“ ab 1991 wurde das Ende des Agrarfluges durch die Umstrukturierung der Landwirtschaft eingeleitet.