Zum Gedenken Flugkapitän Wolfgang -,, Adolf“ – Eichmeyer,

und wer ihn nicht kannte hat etwas verpasst. Nun hat sein Fliegerherz aufgehört zu schlagen – ein Urgestein von Agrarflieger wird nie wieder in die Luft abheben!

Wolfgang war ein Flieger durch und durch – mit allen Ecken und Kanten – Wolfgang war eben speziell. Wie und warum er Adolf genannt wurde wissen nur Insider !

Schon in ganz jungen Jahren war Adolf vom Fliegen begeistert. Während seiner Schulzeit  war er in der GST (Gesellschaft für Sport und Technik) im Flugsport aktiv.

Nach Abschluss der Oberschule ging er zu einer Fliegerschule der NVA (Nationale Volksarmee). Hier wurde er zum Piloten ausgebildet. Er flog auf den Typen JAK 18 und L – 60 Brigadier. Nach Auflösung der Transportstaffel kam Adolf zum  Wirtschaftsflug der Lufthansa die dann später in INTERFLUG umbenannt wurde.

In den ersten Jahren gab es beim Agrarflug noch keine festen Einsatzgebiete – sondern war heute hier und morgen in einem anderen Ort. Es war in der Tat ein  Zigeunerleben – wie man so sagt – oder darf man das heute nicht mehr sagen?

Später bekam auch Adolf ein festes Einsatzgebiet im ACZ Fehrbellin. Und wenn man heute durch Fehrbellin oder Wustrau geht und fragt wer hier – damals zu DDR Zeiten geflogen ist – na Adolf Eichmeyer-  kommt dann prompt die Antwort. Ja er war halt bekannt.

In der Zeit seiner fliegerischen Tätigkeit bekam er viele Auszeichnungen und war ein Vorbild für viele Piloten. Als Lehrkommandat vermittelte er vielen jungen Piloten sein Wissen und gab seine Erfahrungen gern weiter.

Wenn ich mich so erinnere hat Wolfgang folgende Flugzeugtypen geflogen: JAK 18 A, L -60 Brigadier, Z – 37, M – 18 sowie später dann Cessna.

Bis zu seinem Ableben hatte er noch eine gültige Fluglizenz worauf er sehr stolz war. Er war somit der älteste noch fliegende Agrarpilot. Ich weiß nicht genau wie viel  Starts und Landungen er gemacht hat aber so um die 100 000 Starts und ca. 12 000 Flugstunden, aber sicherlich wären noch einige hinzugekommen., denn Wolfgang wollte eigentlich 100 Jahre alt werden.

Ich bin der Meinung das bei Fliegertreffen – wie z. B. das jährliche Flugplatzfest in Gardelegen – Ballenstedt etc.- Adolf oft noch für Gesprächsstoff sorgen und somit nicht in Vergessenheit geraten sollte.

Er wird  unter uns als Legende weiterleben.

Adolf, alles Gute für Deine Reise.

Eckhard Fischer